Sankt Martin
Zur Historie des Kirchengebäudes
1647 wurde die ursprüngliche Kirche im 30-jährigen Krieg durch die schwedischen Besatzer abgerissen. Im Jahr 1682 erfolgte die Einweihung des heutigen Baus. Der Kirchturm hingegen wurde erst im Jahr 1812 errichtet. Dieser diente vormals als Turm der Fronleichnamskapelle auf dem Erfurter Petersberg und war ein Geschenk vom Kaiser Napoléon Bonaparte. Ein Epitaph des Abtes Casselmann († 1737) vom Benediktinerkloster Erfurt befindet sich außen an der Kirchenwand im Bereich der früheren Eingangstür. Der Barock-Altar und die Kreuzweg-Darstellung stammen aus der Fronleichnamskapelle des Erfurter Petersklosters. Ein kleines Maria- und Johannes-Relief aus der Zeit um 1600 schmücken ebenso die Kirche.
Am 14. September 1757 schlug König Friedrich der Große sein Hauptquartier neben der Kirche auf.
Im Spätsommer 1905 erfolgte die letzte Beerdigung auf dem umliegenden Kirchgelände, dem ehemaligen Friedhof von Dittelstedt.
Eine Renovierung des Kirchenschiffes und Restaurierung des Kreuzweges erfolgte im Jahr 1987. In den Jahren 1992 bis 1997 wurde die Kirchenmauer rekonstruiert. Dank großzügiger Spenden konnte im Jahr 2000 eine neue große Glocke geweiht werden.